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  • iris235

Nichts als Zwang – Freiheit als höchstes Gut


„The welfare of humanity is always the alibi of tyrants.” – Albert Camus

(“Das Wohl der Menschheit ist immer der Vorwand von Tyrannen“)


Für mich ist Freiheit das absolut höchste und wichtigste Gut, das man besitzen kann. Kein materielles Gut kann Freiheit ersetzen. Man kann alles haben und doch in dem berühmten goldenen Käfig gefangen sein. Was bleibt einem am Ende schon außer der eigenen Freiheit. Nur wer wahrhaft frei ist, seelisch wie körperlich, kann wirkliches Glück empfinden. Zufriedenheit dagegen kann man durchaus auch in Unfreiheit empfinden, wie man bereits häufig in der Menschheitsgeschichte und vor allem in letzter Zeit beobachten konnte. Ich jedoch kann dies nicht. Habe ich das Gefühl gefangen oder in meinen Möglichkeiten eingeschränkt zu sein, gehe ich seelisch ein wie eine Primel. Das bedeutet nicht, dass ich allen Möglichkeiten oder Aktivitäten auch nachgehen würde, ich brauche jedoch das Wissen, dass ich es jederzeit könnte, wenn ich wollte.


Das vergangene Jahr hat mir daher sehr zugesetzt, was sich bei mir leider in der Abnahme meiner Kreativität, besonders im Schreiben bemerkbar macht. Ich stehe den Geschehnissen der letzten eineinhalb Jahre sehr kritisch gegenüber, insbesondere der Entwicklung, für eine eigene Meinung und eine selbstbestimmte Lebensweise bestraft zu werden. Sofort von wildfremden Personen als egoistisch, asozial und unverantwortlich beschimpft zu werden, nur weil man nicht an das glaubt, was einem vom System erzählt wird und sich dem nicht fügen will, ist schlicht und ergreifend erschreckend und in tiefstem Maße enttäuschend.


Was ist dies für eine Welt, in der man diskriminiert, ausgeschlossen, indirekt genötigt und lächerlich gemacht wird, nur weil man eine andere Meinung zu einem Thema hat als die des Establishments? Fällt es denn niemandem auf, dass sich die Geschichte von Diskriminierung und Ausgrenzung wie wir sie besonders im letzten Jahrhundert bereits durchlebt haben, exakt wiederholt? Diesmal eben nur nicht gegen eine Rasse bzw. Religionsgemeinschaft, sondern gegen (system-)kritisch Denkende. Im 3. Reich wurden Kritiker des Systems genauso diffamiert, bedroht und unglaubwürdig gemacht wie jetzt und bekanntlich noch Schlimmeres (aber auch davon sind wir meiner Ansicht nach nicht mehr weit entfernt). In jedem totalitären System werden diejenigen lächerlich und damit mundtot gemacht, die eine Gefahr für den Status Quo darstellen. In welchem Staatssystem wird keine Meinung außer der der Herrschenden zugelassen? Richtig, in Diktaturen. In einem demokratischen, in einem freien Land darf jeder Mensch eine eigene Meinung haben. Wo aber ist diese Meinungsfreiheit in Deutschland aktuell zu finden? Das Recht eines jeden Bürgers eine eigene Meinung zu bilden, auch jenseits von Tagesschau, Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Allgemeine. Wer hat das Recht mir zu sagen, was ich mit meinem Leben machen darf und was nicht? Wer hat das Recht, über meinen Körper zu bestimmen? Was nehmen sich Politiker und die sog. „philanthropischen“ Milliardäre nur heraus? Wer bitte meinen sie, dass sie sind? Wir sind doch keine Kleinkinder, denen man sagen muss, was sie tun sollen.


Ich will damit nicht unser (bis vor kurzem) bestehendes Wertesystem angreifen, ich möchte keine anarchistischen Zustände, ein ethisch aufgebautes Gefüge braucht es in einer gesunden Gemeinschaft. Doch im Namen des Allgemeinwohls eine willkürliche, diktatorische Einschränkung meiner Freiheit, meiner Grundrechte, meines Lebens geht zu weit. Wenn man Menschen zu etwas zwingen muss, kann es dann das Richtige sein?


Ich stelle mir immer die Frage, inwiefern diese Menschen von der Agenda, die sie verfolgen, profitieren, welche Beweggründe sie haben. Und in der Regel lässt sich das immer auf zwei Aspekte reduzieren: Geld und Macht. Vorranging letzteres. Unsere Gesundheit, unser Wohl ist es mit Sicherheit nicht. Man muss sich doch nur mal die Frage stellen, warum die mächtigen Player weltweit so darauf erpicht sind, 7,5 Milliarden Menschen mit einem unzulänglich geprüften „Impfstoff“ durchzuimpfen, obwohl die Sterblichkeitsrate der tatsächlich Erkrankten (mit Symptomen) bei gerade einmal ca. 0,15% liegt. Kein Hahn würde normalerweise danach krähen. Warum tun sie es also?


Unser Rechtsystem basiert auf der aus dem römischen Reich stammenden Richtlinie „Audiatur et altera pars“, was so viel bedeutet wie „höre auch den anderen Teil an“. Das Prinzip der Meinungsbildung beruht auf genau dieser simplen Anweisung, ich kann mir erst eine eigene Meinung bilden, wenn ich beide Seiten angehört habe, und zwar beide gleich objektiv und mit der gleichen Ernsthaftigkeit. Nicht eine Seite wird breitgetreten als DIE Wahrheit und die andere wird abgetan als Spinnerei und Geisteskrankheit. Das ist keine Meinungsbildung, das ist Meinungsmache, das ist simple Propaganda. Nichts anderes. Als intelligenter Mensch jedoch muss man seine eigene Meinung anhand von allen zugänglichen Informationen und Quellen bilden (können). Das kann man durchaus von einem erwachsenen Menschen in Anbetracht der heutigen Informationszugänglichkeit erwarten. Doch das Gegenteil ist derzeit der Fall, interessanterweise besonders in den akademisch gebildeten Kreisen, und diese Erkenntnis ist für mich unfassbar "ent-täuschend". Insbesondere bei einem Thema, das uns alle angeht, von dem jeder betroffen ist. So gut wie niemand informiert sich tiefergehend zu der Thematik als über die Mainstreammedien. Es ist aber natürlich auch bequemer nur einen Knopf zu betätigen, sich berieseln zu lassen und das Denken an andere abzutreten. Geschweige denn hat jemand die Courage, die Prinzipien zu sagen: ich mache das nicht mit. Nein, ich lasse mich nicht dreimal die Woche testen, obwohl ich mich kerngesund fühle. Nein, ich ziehe keine Windel über mein Gesicht, um einkaufen zu gehen. Nein, ich verkaufe meinen Körper nicht, nur um wieder einmal in den Urlaub zu fliegen. Die eigene Würde, der eigene Körper scheint heutzutage weniger wert zu sein als ein Urlaub.


Es kann nicht angehen, dass Menschen, die keine Angst haben, weder vor einer angeblichen Pandemie noch vor Sanktionen oder der Staatsgewalt, aus dem normalen Leben ausgeschlossen werden bzw. sie daran gehindert werden, ein normales Leben zu führen. Jedem sei es gestattet, Angst zu haben (auch wenn dies einer der schlechtesten Bewusstseinszustände ist, den man haben kann) und wenn jemand solch große Panik davor hat, krank zu werden, dann darf dieser sehr gerne mit Masken herumlaufen, gerne auch Massenveranstaltungen meiden, und lieber daheim in seinen eigenen vermeintlich sicheren vier Wänden sitzen (nicht vergessen: die meisten Unfälle passieren im Haushalt!), aber: Leute, die keine Angst vor Krankheit und Tod haben, sollen doch bitte, bitte in Frieden gelassen werden. Alle, die keine Angst haben sollen Massenveranstaltungen besuchen, ohne Masken einkaufen gehen, ohne Impfung reisen dürfen. Alle anderen können selbst entscheiden, was sie machen wollen und was nicht. Aber nur weil ein Teil der Bevölkerung permanent in der Angst verweilt, darf nicht die Gesamtheit bestraft werden.


Man ist nicht verantwortlich für die Gesundheit anderer! Egal, was einem in diesen Tagen eingeredet wird. Jeder trägt die Verantwortung für seine Gesundheit, für seinen Körper selbst. Wenn dies anders wäre, müsste der Staat bei vielen Dingen rigoros eingreifen, allen voran Zucker, der für etliche Krankheiten verantwortlich ist, die auch nicht gerade schön zu ertragen sind und in vielen Fällen auch zum (verfrühten) Tod führen (nur in Dtl. sind derzeit z.B. 8 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt). Dies wird allerdings nicht gemacht, da es jedem selbst überlassen wird, wie er sich ernährt (bzw. die Zuckerlobby zu mächtig ist). Wieso ist Selbstbestimmung hier möglich, bezgl. Impfung/Masken etc. aber nicht?


Abgesehen davon bin ich jemand, der auch mit Symptomen der normalen Grippe oder anderer ansteckender Krankheiten nicht unter Menschen gehen würde. Aus reiner Rücksichtnahme, was für mich bisher selbstverständlich war. Witzigerweise war man aber bis vor eineinhalb Jahren in vielen Jobs durch sozialen Druck oder aus Angst um den Arbeitsplatz gezwungen auch krank in die Arbeit zu gehen und damit Kollegen, Pendler etc. anzustecken. Man stelle sich das vor, was für eine Kehrtwende! Heutzutage darf man wochenlang daheim bleiben, nur wenn man ein leichtes Kratzen im Hals verspürt.


Ja, ich leide unter dem momentanen Freiheitsentzug, aber deshalb verkaufe ich noch lange nicht meine Prinzipien, meine Meinung, meine Menschenwürde, geschweige denn meine Gesundheit für ein Quäntchen vermeintliche Freiheit. Die Politiker in unserem Land sind angeblich vom Volk gewählt. Ich aber habe sie mit Sicherheit nicht gewählt. Ich wähle nur Menschen zu meinen Vertretern, die für meine Freiheit einstehen, nicht, im Gegenteil, sie mir nehmen! Und meine Freiheit besteht auch darin, das Risiko einer eventuell unangenehmen oder gar tödlichen Krankheit in Kauf nehmen zu dürfen. Denn es ist mein Leben, ich bin die einzige, die es leben kann und daher auch die einzige, die darüber verfügen darf.


„All that’s needed for evil to triumph is that good men do nothing.”

(“Alles was das Böse benötigt, sind gute Menschen, die nichts tun.“)


Mr Molesley, Downton Abbey

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